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Detaillierte Zeiterfas­sung bald auch in Deutsch­land Pflicht

23.01.2020 09:15:00

Am 14. Mai 2019 fällte der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein Urteil, in dem er die Notwendigkeit einer ausführlichen Arbeitszeiterfassung begründet. Daraufhin hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu überprüfen, ob das deutsche Arbeitsrecht den Vorgaben der Arbeitszeitrichtlinien des EuGH-Urteils genügt. Das Ergebnis: Es besteht noch konkreter gesetzlicher Handlungsbedarf.

EuGH-Urteil

Eine Aufzeichnungs­pflicht für mehr Fairness

Das BMAS pocht auf eine schnelle gesetzliche Umsetzung der EuGH-Entscheidung und auch die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt das Ergebnis der Studie und die damit zusammenhängende Stärkung der Rechte der Arbeitnehmenden. „Durch die Schaffung eines einfachen, objektiven und verlässlichen Systems kann in Zukunft sichergestellt werden, dass Arbeitszeit korrekt erfasst wird. Das schützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und sichert deren Recht auf die Einhaltung der täglichen und wöchentlichen Ruhezeiten. Durch die Digitalisierung ist unsere Arbeitswelt in einem ständigen Wandel. Gerade in Zeiten ständiger Erreichbarkeit, neuen Arbeitsformen und flexibleren Arbeitszeiten ist es wichtig, die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu stärken. Denn die Flexibilisierung der Arbeitswelt darf nicht bedeuten, dass die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Ruhezeit verschwinden. Eine Aufzeichnungspflicht garantiert deshalb faire Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten.", so Gabriele Hiller-Ohm, die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion, in einer öffentlichen Stellungnahme.

Das Ende der Vertrauens­arbeitszeit?

Spätestens jetzt sollte also jeder Arbeitgeber über eine präzise Zeiterfassung in seinem Betrieb nachdenken. Vertrauensarbeitszeit könnte schon sehr bald nicht mehr ausreichend sein und müsste dann gegebenenfalls wieder gegen eine Stempeluhr ersetzt werden. Das schützt nicht nur den Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin, sondern auch der Arbeitgeber selbst profitiert davon. Zum einen bietet eine detaillierte Zeiterfassung eine gewisse Absicherung und zum anderen lassen sich durch die gewonnene Transparenz eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig identifizieren und korrigieren. So können die MitarbeiterInnen entsprechend der aktuellen Auftrags- und Personallage eingesetzt und verplant werden.

Die Zeiterfassungssoftware PROCESS PZE von p.l.i. solutions ermöglicht eine umfangreiche und detaillierte Erfassung der Einsatzzeiten. Dabei zeigt diese nicht nur Arbeitsbeginn und -ende des jeweiligen Mitarbeiters an, sondern ebenfalls die in ein Projekt investierte Arbeitszeit. So kann bei Bedarf zeitnah auf Abweichungen reagiert und der Fortschritt eines Projektes detailliert an Kunden weitergegeben werden.

BDE_Terminal_01

Das Ein- und Ausstempeln kann über einen physischen Terminal oder aber ganz bequem online geschehen. Das ist besonders interessant für Unternehmen, die eine flexible und familienfreundliche Personalpolitik leben und ihren Mitarbeitenden das Homeoffice ermöglichen. Auch für Beschäftigte, die häufig beruflich auf Reisen sind, ist der Online-Terminal die optimale Möglichkeit auch außerhalb des eigenen Büros der kommenden Aufzeichnungspflicht nachzukommen.

Monique Mefrouche

Geschrieben von Monique Mefrouche