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Gesundheitsschutz in der digitalen Arbeitswelt

18.08.2020 08:00:00

Der Gesundheitsschutz ist ein wichtiges Thema, das durch die Arbeit 4.0 noch einmal mehr in den Fokus rückt. Die Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt verbergen neben den vielen Vorteilen auch Risiken, vor allem im Hinblick auf die Gesundheit der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden. Im Jahr 2018 waren Arbeitnehmende in Deutschland im Durchschnitt 18,5 Tage krankgeschreiben. Der Trend geht in Richtung steigende Fehlzeiten.

In der untenstehenden Graphik können Sie die Krankheitsgründe einsehen, die 2018 zu Fehlzeiten geführt haben.

krankheitsgründe_2018

Was steckt hinter dem Gesundheitsschutz?

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist ein Grundlagengesetz für den betrieblichen Arbeitsschutz. Das bedeutet, dass ein Arbeitgebender Gesundheitsgefährdungen am Arbeitsplatz erkennen und mögliche Schutzmaßnahmen einführen muss. Diese Maßnahmen müssen nachhaltig in die Strukturen und Abläufe des Unternehmens eingebunden werden. Genauer gesagt versteht man unter dem Gesundheitsschutz Maßnahmen zur Vorbeugung arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen und Berufskrankheiten mit dem Ziel, gefährdende Auswirkungen der Arbeit auf die Gesundheit zu verhindern. Dabei geht es vor allem um langfristige physische, psychische und soziale Auswirkungen. Es wird in zwei verschiedene Arten von Prävention unterschieden. Zum einen in die Verhältnisprävention, die auf die Arbeitsbedingungen abzielt. Zum anderen in die Verhaltensprävention, die sich auf das Verhalten des Einzelnen fokussiert.

arten

Welche Gesetze es bezüglich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes gibt, sehen Sie hier.

Welche Gefahren und Herausforderungen verbergen sich hinter der Arbeit 4.0?

In der folgenden Abbildung sind die Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 aufgezeigt. Diese beziehen sich nicht nur auf beschleunigte Arbeitsprozesse und neue Formen von Arbeitsorganisationen, sondern auch auf die Mobilität, die Erreichbarkeit, die Zusammenarbeit und die Abnahme von einigen Aufgaben durch die künstliche Intelligenz.

Herausforderungen Arbeitswelt 4.0

Die Herausforderungen stellen jedoch neben vielen Chancen auch Gefahren dar. Vor allem entstehen gesundheitliche Riskien für die Beschäftigten. Durch die vermehrten Tätigkeiten, die im Sitzen ausgeführt werden, können Rückenbeschwerden auftreten und das dauerhafte Bedienen eines Computers kann zu Reizungen der Muskeln, Bänder und Sehnen des Armes führen.
Ein großes Risiko ist ebenfalls die Entstehung von psychischen Belastungen, die immer mehr den Arbeitsalltag dominieren. In der folgenden Abbildung sieht man, die stärksten Belastungen im Arbeitsalltag, wobei sich die meisten auf psychische Beanspruchungen beziehen.


belastungen

Die psychischen Belastungen können im schlimmsten Fall zu einem Burnout oder Depressionen führen, aus diesem Grund müssen Unternehmen immer mehr Gesundheitsmanagment betreiben.

Was sind geeignete Maßnahmen, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern?

Gesundheitsfördernde Maßnahmen sind nicht nur für die Mitarbeitenden ein großer Vorteil, sondern auch für das Unternehmen an sich. Denn gesunde Beschäftigte sind motivierter, leisten mehr und zeigen eine geringere Fluktuationsrate. Außerdem können enorme Kosten gespart werden, die sonst durch Krankheitsausfälle für den Betrieb entstehen und auch die Arbeitgeberattraktivität wird gesteigert.

Welche Maßnahmen gibt es und welche haben Sie schon eingesetzt? Laden Sie sich die Checkliste runter, um den Stand der Gesundheitsförderung in Ihrem Unternehmen zu ermitteln und weitere Methoden kennenzulernen.

 

Jasmin Sturm

Geschrieben von Jasmin Sturm

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