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Fünf Euro pro Tag – Für wen sich die Homeoffice-Pauschale lohnt

29.12.2020 08:00:00

Das Arbeiten im Homeoffice ist für viele Arbeitnehmende zum Alltag geworden. Um vernünftig in den eigenen vier Wänden arbeiten zu können, mussten sich einige Beschäftigte zunächst mit entsprechendem Equipment ausstatten. Hinzu kommen höhere Kosten für Heizung, Strom und Wasser. Damit diese Mehrausgaben steuerlich abgesetzt werden können, hat die Bundesregierung nun die geplante Homeoffice-Pauschale beschlossen. Welche Kosten Sie absetzen können und für wen sich die Pauschale lohnt, haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.

Mann arbeitet im Homeoffice

Was beinhaltet die Homeoffice-Pauschale?

Um die Mehrbelastungen durch das Arbeiten von zu Hause auszugleichen, sollen Beschäftigte im Steuerjahr 2020 und 2021 fünf Euro pro Homeoffice-Tag als Werbungskosten von der Steuer absetzen können. Dabei liegt das jährliche Maximum bei 600 Euro. Dies entspricht 120 Tage, die von der Pauschale abgedeckt werden. Darüber hinaus gehende Tage können demnach bei der Steuererklärung nicht geltend gemacht werden. Der Betrag von 600 Euro wird bei der Steuerberechnung vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, wodurch die Steuerlast minimiert wird.

Wann profitiere ich von der Homeoffice-Pauschale?

Die Pauschale von 5 Euro für die Arbeit von Zuhause wird zu den Werbungskosten gezählt. Werbungskosten sind die Kosten, die Arbeitnehmenden entstehen, um ihre Arbeit ausführen zu können. Hierzu gehören beispielsweise Kosten für spezielle Arbeitskleidung, das Arbeitsmobiliar oder auch die Pendler-Pauschale. Allen Steuerzahlenden wird pauschal 1.000 Euro an Werbungskosten pro Jahr angerechnet, egal ob diese erreicht werden oder nicht.

➡️ Nur wenn Ihre Werbungskosten inklusive der Homeoffice-Pauschale die 1.000 Euro übersteigen, profitieren Sie.

Ausschlaggebend für die Höhe der Werbungskosten ist unter anderem auch die Länge Ihres Arbeitsweges und die damit verbundene Pendler-Pauschale. Bei dieser Pauschale erhalten Sie 0,30 Euro pro Kilometer Arbeitsweg (einfache Strecke).

➡️ Nur wenn Ihr Weg zur Arbeit kürzer als 17 km lang ist, profitieren Sie mehr von der Homeoffice-Pauschale als von der Pendler-Pauschale.

Welche Kosten können im Homeoffice zusätzlich steuerlich abgesetzt werden?

Bis dato konnte ein Arbeitszimmer zu Hause nur steuerlich geltend gemacht werden, wenn das Zimmer ausschließlich zum Arbeiten genutzt wurde und der häusliche Arbeitsplatz die Voraussetzungen für den Abzug erfüllt.

Mit dem neuen Beschluss der Bundesregierung können Arbeitnehmende nun auch ihren Arbeitsplatz in der Küche, im Wohnzimmer oder in einem anderen Zimmer steuerlich über die Pauschale geltend machen.

Steuerlich abgesetzt werden können weiterhin Anschaffungen wie z. B. ein Schreibtisch, ein Drucker, ein Bürostuhl oder ein Laptop, wenn diese nicht von dem Arbeitgebenden gestellt werden. Ebenfalls kann ein dienstlich genutzter Telefon- und Internetanschluss in der Steuererklärung angegeben werden, der im Normalfall mit etwa 20 Prozent der Monatsrechnung berücksichtigt wird.

Müssen die Homeoffice-Tage nachgewiesen werden?

Normalerweise verlangt das Finanzamt für Werbungskosten von unter 1.000 Euro keine Nachweise. Allerdings empfielt es sich, Rechnungen und Belege zu den Kosten aufzubewahren, falls das Finanzamt Rückfragen zu einzelnen Beträgen hat. Genauso wird dies auch für die Homeoffice-Pauschale empfohlen. Hierzu genügt eine Bestätigung vom arbeitgebenden Unternehmen über die Anzahl der Homeoffice-Tage.

Unsere Software integriert den Nachweis über die Arbeitszeit im Homeoffice

In unserer Software PROCESS HR können Sie sich einen entsprechenden Report ausgeben lassen, der die Gesamtsumme der im Homeoffice verbrachten Arbeits-Tage aufführt und gelichzeitig einen passenden Beleg mit Unterschriften-Feld für den ArbeitgeberIn generiert. Dadurch haben Sie eine übersichtliche Auflistung und ersparen sich mühseliges Nachzählen Ihrer Homeoffice-Tage.

Jasmin Sturm

Geschrieben von Jasmin Sturm

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