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Steigerung des gesetzlichen Mindestlohns bis Mitte 2022

05.11.2020 10:04:17

Die Mindestlohnkommission hat bereits am 30.06.2020 die nächste Erhöhung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes in vier Stufen beschlossen. Dieser Beschluss ist am 28. Oktober 2020 durch das Bundeskabinett in Berlin mit einer rechtlichen Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erfolgt.

Welche Mindestlohnerhöhungen wurden beschlossen?

Zum 1. Januar 2021 steigt der gesetzliche Mindestlohn von aktuell brutto 9,36 EUR auf 9,50 EUR. Dieser wird dann in einer 2. Phase zum 1. Juli 2021 auf 9,60 EUR pro Stunde erhöht. Weitere Erhöhungen sind zum 1. Januar 2022 (9,82 EUR) und zum 1. Juli 2022 (10,45 EUR) geplant. Perspektivisch soll ein Mindestlohn von 12 EUR erreicht werden.

Mindestlohn_2020

Wie viele Stunden pro Monat dürfen Minijobber zukünftig maximal im Monat leisten?

Durch die Mindestlohnsteigerungen erhalten die Beschäftigten allein in den nächsten zwei Jahren ca. 2 Milliarden Euro mehr; der Mindestlohn steigt insgesamt um 11,6 Prozent.
Da der Mindestlohn vor allem im Bereich der 450 EUR-Kräfte auftritt ergeben sich pro Erhöhung folgende planerische Einsatzstunden pro Monat (Rundung beachten!) bei dieser Gruppe von Mitarbeitenden:

 
Zeitpunkt Stundenlohn maximale Einsatzstunden/Monat
aktuell 9,36 EUR 48,08
ab 01.01.2021 9,50 EUR 47,37
ab 01.07.2021 9,60 EUR 46,88
ab 01.01.2022 9,82 EUR 45,82
ab 01.07.2022 10,45 EUR 43,06

 

Somit reduziert sich bei Zahlung des Mindestlohns das monatliche Stundenvolumen bis Mitte 2022 auf 5 Stunden pro 450 EUR-Kraft.

Berücksichtigung des Mindestlohns in der Einsatzplanung

In unserer Workforce Management Lösung können diese Daten für die vorausschauende Planung im Vorfeld hinterlegt werden. Somit wird bei entsprechenden Bedarfen der Personalengpass rechtzeitig sichtbar und das Recruitment kann zeitnah Personalressourcen aufbauen.

Im Bereich der Zeiterfassung inklusive der Personalabrechnung sind die entsprechenden Zeitkonten online verfügbar. Durch die proaktive Sicht auf die Zeitwirtschaft innerhalb der Planung wird vermieden, dass Zeitkonten „aus dem Ruder laufen“.

Der Mindestlohn stellt eine untere Haltelinie dar. In Ihrem Unternehmen können die verschiedenen Vertragsarten bzw. Wochenarbeitszeitmodelle inkl. Angabe der maximalen Stunden pro Monat oder die maximale Anzahl der Arbeitstage pro Jahr flexibel definiert werden.

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Volker Johannhörster

Geschrieben von Volker Johannhörster

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